Seit rund zwei Wochen zieh ich nun mit meiner neuen Canon PowerShot G11 umher, Zeit eine erste kleine Zwischenbilanz zu ziehen.

Die Kleine liegt gut in der Hand und fühlt sich mit ihrem Metall / Kunststoffgehäuse wertig und robust an. Die Einstellräder sind ebenfalls aus Metall gefertigt und haben einen rutschfesten «Riffelrand», der sich auch noch mit einem Handschuh einigermassen bedienen lässt.
Überhaupt schaut die PowerShot G11 nicht aus, als ob sie zimperlich, und z.b. im Bike- oder Bergrucksack gleich die Fassung verlieren würde. So richtig klein ist sie allerdings nicht, und mit ihren 400 gr. hängt der Sommersakko eventuell schon leicht schief, hat man sie in der – dann etwas ausgebeulten – Aussentasche dabei.



Das dreh- und schwenkbare Display wirkt mechanisch robust, liefert sehr gute, brillante Bilder und ist praktisch aus jeder Aufnahmeposition gut und klar einsehbar. Die Bilder werden mittels eines 1/1,7"-Sensors mit max. 10 Megapixel auf Wunsch auch in RAW auf den Chip geschrieben.

Das Zoom reagiert einen Tick verzögert, und der Autofokus ist sicher nicht der schnellste in dieser Klasse, geht aber für mich noch ok. Dafür hat die G11 einen «Quick Shot» Modus. Bei diesem steht das Display nicht zur Motivwahl zur Verfügung, angepeilt wird über den optischen Sucher. Die G11 stellt dann mittels des Bildsensors Fokus und Belichtung kontinuierlich auf das Motiv im Sucher ein. Das Bild wird so mit einer Auslöseverzögerung von nur 0,15 Sekunden auf den Chip geschrieben, ideal für schnelle Schnappschüsse aus der Hüfte.

Nett auch die Möglichkeit des Low-Light Modus. Dabei werden jeweils 4 Pixel zusammengefasst, womit – bei auf 2.5 Megapixel verringerter Auflösung – Lichtempfindlichkeiten bis 12'800 ISO möglich sind.

Die direkten Einstellmöglichkeiten von Belichtungskorrektur, ISO und Programm-Modus über Drehringe, der schnelle Zugriff zu Fokusfelder und Messverfahren (Spot / Mittenbetont / Mehrfeld), der Canon-typischen Auswahlring, sowie die gelungene Menüführung zu den zahlreichen Einstellungen sind für mich weitere Pluspunkte der G11.

Wünschen würde ich mir einen Lock-Taste für Auswahlring und Menütasten auf der Rückseite der Kamera. Mir ist es immer wieder mal passiert, dass ich unbeabsichtigt eine der leichtgängigen Tasten gedrückt und so ein Menü aufgerufen habe.
Sehr glücklich war ich hingegen mit dem Weissabgleich, diesen bekommt die G11 meist sehr präzise hin.

Das Zoomobjektiv (28mm-140mm) ist optisch stabilisiert und hat eine anständige Lichtstärke (2,8 bis 4,5). Leider hat es eine leicht sichtbare Verzeichnung im Weitwinkelbereich. Ansonsten bin ich mit der Optik zufrieden, die Vignettierung hält sich ebenfalls sehr vornehm zurück. Das Motorengeräusch des Zooms könnte für meinen Geschmack noch etwas leiser sein.

Die Bildqualität, insbesondere im Range 80-200 ISO, finde ich ausgezeichnet. Schöne, stimmige Farben, bis 200 ISO sehr wenig Rauschen. Gegenlichtaufnahmen bringt die PowerShot G11 sehr gut rüber und auch den Aufhellblitz weiss sie geschickt und dezent einzusetzen. Zu erwähnen wäre hier noch, dass die G11 über einen vollwertigen Blitzanschluss für Systemblitzgeräte verfügt.

Fazit: Ich bin bis jetzt sehr zufrieden mit der G11 und denke, die richtige Nachfolgerin für die PENTAX gewählt zu haben. Wer eine anspruchsvolle, kompakte und robuste Kamera für unterwegs sucht, die mit manuellen Einstellungsmöglichkeiten und sehr guter Bildqualität aufwartet, sollte sich die  PowerShot G11 einmal ansehen.

Einen ausführlichen Test mit Charts und Testbildern gibt es wie immer bei dpreview.com


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  • Nein, nein, das war sicher kein Schneegestöber, was mir da eben auf der Nase rumgetanzt ist. #nicht-schon-wieder

    about 2 hours ago

  • @shibby - Gratulation! Ganz feines Damastmesser!

    about 13 hours ago

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