07 Februar 2010

Vorbereitungen für die Exkursion in Weiss

Posted in Gedacht

krankenhaustweetBald ist es soweit und es geht für neun Tage ab ins Krankenhaus. Da will noch einiges vorbereitet werden. Die Liste sieht teilweise ähnlich aus wie für einen ganz normalen Urlaub: Ein Stapel Bücher, Fachzeitschriften, Papier, Bleistift, Kamera, iPhone, Powerbook, Kopfhörer, Akkus und Netzteile. Was jedoch schon fast angenehm auffällt: Keine Hemden die auf der Reise zerknittern, keine kofferfüllende Pullover für kühle Nächte, kein Arsenal von Jacken für jede Wetter- und Stimmungslage. Selbst das lange Schwarze bleibt zu Hause. Ein Morgenmantel, Trainer, ein paar T-Shirts, Unterwäsche. Das reicht für die Exkursion in Weiss.

Als «Digital Nomad» nicht verzichten will ich hingegen neun lange Tage auf meine Netzwelt. WLAN gibt es auf den Zimmern noch nicht, also wird das Powerbook via iPhone mit dem Netz connected. Und sobald ich nach der OP wieder den Kopf heben kann, wird in die Aussenwelt eingeloggt und ein erstes, postnarkotisch angehauchtes «Hello World» getweetet.

So weit so gut, die Checkliste steht. Was bleibt, ist dieses etwas beklemmende Gefühl mit Steigerungspotential. Passt auf keine Liste und kann deshalb auch nicht abgestrichen werden. 

 

20 Januar 2010

«Hi, cyclist! Rest your foot here... and thank you for cycling in the city»

Posted in Innovationen

velo_fussablageAlleine schon der Text auf diesen «Fussablagen» gefällt. Genau so wie die Idee, simpel, doch sehr clever: An Rotlichtern wurden in Kopenhagen Fussablagen und Haltestangen für Fahrradfahrer montiert. Das ist zum einen recht bequem und erhöht zudem die Sicherheit nicht so geübter oder älterer Velofahrer beim Anfahren enorm.
Der Raum an Rotlichtern zwischen Auto und Randstein ist oft eng und so kommt es auf den ersten Metern immer wieder zu brenzligen Situationen, wenn Velofahrer nicht in die Gänge kommen oder beim Anfahren vom Pedal rutschen.

Eine gute Sache und schön zu sehen, dass die Bedürfnisse von Stadtvelofahrern wahrgenommen und bei der Verkehrsplanung berücksichtigt werden. Kopenhagen rulez!
Ich habe irgendwo im Hinterkopf, dass in der Schweiz so was ähnliches in kleinerer Form als Projekt vorgestellt wurde. Werde mich hierzu noch schlaugoogeln.

Gesehen in: copenhagenize.com

18 Januar 2010

Fasnacht 2010 – leider ohne mich

Posted in Gelebt, Gedacht

Wer mich kennt, weiss was mir diese «dreei scheenschte Dääg» bedeuten. Gezeugt wurde ich zwar nicht an der Basler Fasnacht, war jedoch bereits ein Jahr später aktiv in einer Mini-Chaise dabei und habe seither wohl keine Fasnacht ausgelassen.

Für mich sind diese drei Tage eine spezielle Art von Ritual. Magisch, berauschend, einzigartig und immer wieder anders. Der Morgenstraich, das Glöckchen um Vier, da geht es los mit der Gänsehaut und den Schmetterlingen im Bauch. Kälte, Regen oder die traditionelle Druggede rücken völlig in den Hintergrund der stockdunklen Altstadt, beleuchtet nur durch hunderte von Kopflaternchen, Stablaternen und den grossen Laternen der Cliquen, welche alle mehr oder weniger unisono den «Morgestraich» ruessen und pfeifen.
Ja, man kann sagen, das Jahr beginnt für mich erst nach der Basler Fasnacht, wenn diese die Wintergeister vertrieben haben.

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