Wer mich kennt, weiss was mir diese «dreei scheenschte Dääg» bedeuten. Gezeugt wurde ich zwar nicht an der Basler Fasnacht, war jedoch bereits ein Jahr später aktiv in einer Mini-Chaise dabei und habe seither wohl keine Fasnacht ausgelassen.
Für mich sind diese drei Tage eine spezielle Art von Ritual. Magisch, berauschend, einzigartig und immer wieder anders. Der Morgenstraich, das Glöckchen um Vier, da geht es los mit der Gänsehaut und den Schmetterlingen im Bauch. Kälte, Regen oder die traditionelle Druggede rücken völlig in den Hintergrund der stockdunklen Altstadt, beleuchtet nur durch hunderte von Kopflaternchen, Stablaternen und den grossen Laternen der Cliquen, welche alle mehr oder weniger unisono den «Morgestraich» ruessen und pfeifen.
Ja, man kann sagen, das Jahr beginnt für mich erst nach der Basler Fasnacht, wenn diese die Wintergeister vertrieben haben.