Bald ist es soweit und es geht für neun Tage ab ins Krankenhaus. Da will noch einiges vorbereitet werden. Die Liste sieht teilweise ähnlich aus wie für einen ganz normalen Urlaub: Ein Stapel Bücher, Fachzeitschriften, Papier, Bleistift, Kamera, iPhone, Powerbook, Kopfhörer, Akkus und Netzteile. Was jedoch schon fast angenehm auffällt: Keine Hemden die auf der Reise zerknittern, keine kofferfüllende Pullover für kühle Nächte, kein Arsenal von Jacken für jede Wetter- und Stimmungslage. Selbst das lange Schwarze bleibt zu Hause. Ein Morgenmantel, Trainer, ein paar T-Shirts, Unterwäsche. Das reicht für die Exkursion in Weiss.
Als «Digital Nomad» nicht verzichten will ich hingegen neun lange Tage auf meine Netzwelt. WLAN gibt es auf den Zimmern noch nicht, also wird das Powerbook via iPhone mit dem Netz connected. Und sobald ich nach der OP wieder den Kopf heben kann, wird in die Aussenwelt eingeloggt und ein erstes, postnarkotisch angehauchtes «Hello World» getweetet.
So weit so gut, die Checkliste steht. Was bleibt, ist dieses etwas beklemmende Gefühl mit Steigerungspotential. Passt auf keine Liste und kann deshalb auch nicht abgestrichen werden.